Bierhefe zum Backen

Beim Backen kommt häufig auch Hefe zum Einsatz. Hefeteige sind meist sehr lockere und luftige Teige und man kann diese als süße und salzige Teige (Hefezopf und Pizzateig) verwenden. Mit der normalen Back- und Preßhefe kann man kein Bierbrauen, aber mit der Bierhefe, ein Nebenprodukt bei der Bierherstellung, kann man eben durchaus auch backen. Es gibt einige selbstgebackene Brote, die der Bierhefe einen durchaus kräftigen Geschmack und auch ein duftendes Aroma verdanken. Pizzateig soll durch die Verwendung von Bierhefe bei richtiger Zubereitung etwas lockerer werden und der Teig auch etwas elastischer.

Wer selbst Bier braut, kann den nach der Gärung anfallenden Hefebrei (Brauereihefe) zur Bierhefe weiter verwenden. Das ergibt sog. Treberbrot.

Bierhefe, so heißt es, bringt durch ihren würzigen Geschmack Pfiff in die Küche. Einen gesunden Pfiff, schließlich enthält sie wertvolle Aminosäuren und eben auch B-Vitamine.

Bäckerhefe und Bierhefe

Übrigens: An sich von den Pilzstammzellen her gibt es keinen großen Unterschied zwischen Bäckerhefe und Bierhefe. Nur bei der Zucht wird unterschiedlich vorgegangen, so dass das eine eben auch zum Bier brauen verwendet werden kann (obergärig, untergärig).

Bis ins 18. Jahrhundert hat man wohl die bei der Bier brauerei anfallende Hefe ohne Probleme beim Brot backen einsetzen können. Damals wurde noch obergärige Hefe verwendet. Als man auf untergärige Hefe umstellte, musste für das Brot backen eine andere Lösung her. Und so kamen Bierbrauer in Holland um 1780 auf die Idee eine Hefe auf den Markt zu bringen, die eben speziell zum Backen von Brot geeignet war. Hefe und Fortschritt.

Neben der Bierhefe kommen auch Bierhefeflocken beim Backen zum Einsatz.