Bierhefe gegen Zecken

Bierhefe hilft dem Hund nicht nur ein schönes und glänzendes Fell zu bekommen und ist ein optimales Nahrungsergänzungsmittel um unsere Vierbeiner mit wichtigen Vitalstoffen und Vitaminen zu versorgen (siehe dafür bitte Bierhefe Hund), es ist auch eins der wenigen natürlichen Mittel gegen Zecken, die beim Hund eingesetzt werden können.

Zecken sind gefährliche blutsaugende Parasiten. Schlimm ist gar nicht mal, dass Zecken Blut saugen und sich die Einstichstelle vielleicht entzünden könnte, viel schlimmer und vor allem gefährlicher sind die zahlreichen Krankheiten, die sie übertragen können. Während es für uns Menschen die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist, deren Virus von den Zecken übertragen wird, ist für Hunde insbesondere die Borreliose (Lyme-Krankheit) eine große Gefahr (wobei diese auch uns Menschen sehr gefährlich werden kann). Aber auch andere Zeckenkrankheiten (können für den Hund gefährlich werden und daher gilt es einen Zeckenstich wenn möglich zu vermeiden.

Das kann mit Chemie geschehen oder eben man setzt auf natürliche Zeckenmittel. Denn die chemischen Keulen gegen Zecken haben natürlich auch Nebenwirkungen. Und nicht immer bleiben diese auf den Hund begrenzt. Gerade wenn man auf Spot-On-Lösungen gegen Zecken setzt, bleibt es beim Hund streicheln meist nicht aus, dass man selbst eben auch etwas von diesen Chemikalien (enthalten sind Pestizide) abbekommt.

Bierhefe gegen Zecken – natürliches Antizeckenmittel

Bierhefe im Futter kann aber ebenfalls gut gegen Zecken helfen. Bei der Dosierung hält man sich an die Empfehlungen und verdoppelt diese am besten noch. Die Bierhefe wirkt wohl so gut, wegen dem Geruch der enthaltenen B-Vitamine. Hunde, die entsprechend Bierhefe gegessen haben, werden von den Zecken gemieden. Streift ein Hund im Gebüsch oder hohem Gras dennoch mal eine Zecke ab, beginnt diese meist gar nicht oder erst sehr spät mit ihrer Blutmahlzeit. Man hat also noch gute Chancen, die Zecke zu entdecken.

Da Bierhefe wie schon erwähnt bei empfindlichen Hunden zu Magen-Darm-Problemen führen kann, sollte man langsam zufüttern. Die Bierhefe sollte nach und nach in kleinen (und dann größer werdenden Dosen) ins Futter beigemischt werden.

Im Zweifelsfall sollte man sich bei der Dosierung an die Packungsangaben halten. Fehlen diese, dann kann man mit einem Teelöffel Bierhefe pro 10 Kilogramm Körpergewicht rechnen. Wiegt der Hund ca. 13 Kilogramm wäre das ein Löffel plus ein Viertel. In der Zeckenhochsaison kann prophylaktisch auch die doppelte Dosis an Bierhefe verfüttert werden.

 

Weitere natürliche Zeckenmittel

Neben der Bierhefe, die gegessen werden muss, kann man auch noch auf Kokosöl setzen. Dieses wird dazu auf dem Fell verrieben. Auch ätherische Öle, ebenfalls auf dem Fell verrieben, schrecken Zecken ab. Statt dieses selber anzurühren, kann man auch auf Antizeck von Anifit setzen.

Anti zeck Hund - natürliches Antizeckenmittel auf Basis von ätherischen Ölen von Anifit.

  • Kokosöl gegen Zecken (hier wirkt die Laurinsäure gegen die Parasiten)
  • Knoblauch gegen Zecken.
  • Ätherische Öle (gerade Geraniol ist sehr wirkungsvoll).
  • Kieselgur über das Fell gepudert trocknet den Insektenpanzer aus und vermindert zumindest den Befall mit zecken.
  • Zistrose gegen Zecken (Cistus incanus, antioxidativ und enzündungshemmend), schützt wohl sowohl Menschen als auch Hunde nicht nur gegen Zecken sondern auch gegen Mücken. Mehr über die Zistrose, die als Zistrosentee gerade im Winter ein gutes Mittel zur Stärkung des Immunsystems ist: Zistrosentee.
  • Bernsteinkette gegen Zecken (hat bei unserem Hund eher weniger geholfen, ich kenne aber auch Hundebesitzer, die auf die Bernsteinkette schwören).

Siehe auch Natürliche Zeckenmittel.

 

Welche Krankheiten werden von Zecken auf Hunde übertragen:

  • Borreliose
  • Babesiose (Hundemalaria)
  • Ehrlichiose (Bakterien)
  • Anaplasmose (Bakterien)
  • FSME (bei Hund und Pferden bekannt, kommt aber deutlich seltener vor als beim Menschen)

Die FSME wird zwar auch von Zecken übertragen, spielt für Hunde aber weniger eine Rolle. Ebenso können natürlich auch Katzen von Zecken gestochen werden und infiziert werden, bei den Samtpfoten hat die Ansteckung mit Borreliose meist aber deutlich geringere Auswirkungen als beim Hund oder beim Menschen.